Bildnachweis: (c) BioCampus Cologne/RTZ.
Das Kölner Biotech-Unternehmen DISCO Pharmaceuticals hat eine exklusive Lizenzvereinbarung mit dem US-Pharmakonzern Amgen abgeschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung neuartiger Krebstherapien gegen ein Oberflächenziel auf Tumorzellen, das mithilfe der proprietären Surfaceome-Mapping-Technologie von DISCO identifiziert wurde. Das Start-up sitzt im BioCampus Cologne/RTZ.
Im Rahmen der Vereinbarung kann DISCO Meilensteinzahlungen und erfolgsabhängige Vergütungen von insgesamt bis zu 618 Mio. USD sowie gestaffelte Umsatzbeteiligungen erhalten. Amgen erhält im Gegenzug die exklusiven weltweiten Rechte zur Entwicklung und Vermarktung der Programme, die auf den identifizierten Zielstrukturen basieren. „Diese Vereinbarung demonstriert das Potenzial unserer Surfaceome-Mapping-Plattform, neuartige Krebszell-Zielstrukturen mit klinischer Relevanz zu identifizieren“, sagt Mark Manfredi, CEO von DISCO Pharmaceuticals. Die Zusammenarbeit mit Amgen ermögliche es, diese biologischen Erkenntnisse schneller in innovative Therapien zu überführen und so bessere Behandlungsergebnisse für Patienten zu erzielen. Auch Ajla Hrle, Chief Business Officer von DISCO Pharmaceuticals, hebt die strategische Bedeutung des Deals hervor: „Die Partnerschaft mit einem weltweit führenden Unternehmen in der Krebsforschung unterstreicht das Potenzial unserer Technologie, über klassische Zielstrukturen hinauszugehen und neuartige, hochwirksame Medikamente für Indikationen mit hohem medizinischem Bedarf zu entwickeln“.
DISCO kombiniert in seiner Plattform Zelloberflächen-Proteomik mit fortschrittlicher Protein-Community-Analyse, um bislang schwer zugängliche Zielpaare auf Krebszellen zu identifizieren. Diese bilden die Grundlage für die Entwicklung hochspezifischer Therapeutika wie bispezifischer Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) und T-Zell-Engager. Die interne Pipeline des Unternehmens fokussiert sich derzeit unter anderem auf kleinzelligen Lungenkrebs sowie mikrosatellitenstabilen Darmkrebs.